September 18th, 2015

Wie das Paradis zur Hölle wurde. Experiment „Universum-25“

Für eine Mäusepopulation wurden im Rahmen eines Experiments paradisische Bedingungen erschaffen: unbeschränkte Vorräte an Essen und Trinken, keine natürlichen Feinde und keine Krankheiten, genug Platz zum Vermehren. Jedoch starb die komplette Mäusekolonie aus. Warum geschah das? Und welche Lehren sollte die Menschheit daraus ziehen?

Der amerikanische Wissenschaftler-Ethologe (Verhaltensforscher) John Calhoun führte in 60-70-er Jahren des 20Jh. eine Reihe interessanter Experimente durch. Seine Versuchstiere waren Mäuse, obwohl seine Forschung zum Ziel hatte die Zukunft für die menschliche Gesellschft vorauszusagen. In Folge zahlreicher Experimente mit den Mäusekolonien formulierte Calhoun einen neuen Begriff - „Verhaltenssenke“ (behavioral sink), der einen Übergang zum destruktiven und devianten Verhalten in der Situation der Überbevölkerung und hoher Populationsdichte beschrieb.

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Mein Kommentar: Man kann das Ergebnis als die Zukunft der Menschheit interpetieren in den Bedingungen des Überflüsses. Man kann aber die Ergebnisse für soziale Ingenierie nutzen - wie verändert sich die Gesellschaft, wenn die sozialen Rollen zerstört werden.